Entdecke Mirtos... zu Fuss

Das sechste Buch in der Serie „Discover...on Foot" enthält 8 einfache Wanderungen im Gebiet von Mirtos, gelegen im südlichen Teil des Bezirks Lassithi. Zu den Wanderungen im Gebiet von Mirtos erhalten Sie viele zusätzliche Informationen über die Dörfer, die Geschichte und die Gegend. Viele schöne Fotos und detaillierte Karten vervollständigen das Buch.
 
Der Wanderführer ist vor Ort in verschiedenen Geschäften und Hotels in Mirtos zu kaufen. Sie können es auch auf dieser Website bestellen (Webshop).

 
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Berend Wolffenbuttel
Toine van der Meijden
Berend Wolffenbuttel & Toine van der Meijden
April 2015 (English), Februar 2019 (Deutsch)
48
Deutsch
978-618-83676-1-6
€ 8,50
 
 
 

 



Das Dorf Mirtos  

View on the village Mirtos on Crete
Mirtos

The main street in Mirtos Crete
Die Hauptstraße von Mirtos
 
View on Mirtos Crete
Blick über Mirtos
 
The boulevard of Mirtos on Crete
Die Promenade von Mirtos
 
Signs of Mirtos on Crete
Auf dem Weg zu den Ausgrabungen von Pyros

Viele zusätzliche Informationen zu diesem schönen Dorf an der Südküste finden Sie auf der Website:
www.mirtoscrete.gr
         
Wenn Sie mit einem Führer wandern gehen möchten, fragen Sie Angela! Sie ist eine erfahrene Reiseleiterin, die die Gegend sehr gut kennt. Sehen Sie sich ihre Website an:
 
Walking on Crete with Angela
Wandern mit Angela    

Mirtos
Das Dorf Mirtos mit einer herrlichen Aussicht über das Libysche Meer liegt 14 km westlich von der Stadt Ierapetra. In dem kleinen Küstenort leben etwa 600 ständige Einwohner. Das Dorf liegt 5 km unterhalb des Ausganges der Sarakinaschlucht an der Mündung des Flusses Kryos. Die Entwicklung in den letzten Jahren hat ihre Spuren hinterlassen , was aber den traditionellen Stil des Dorfes glücklicherweise nicht beeinflusste. Mirtos lebt in erster Linie von der Landwirtschaft und ist gleichzeitig ein malerisches Urlaubsziel mit sympathischen und gastfreundlichen Menschen. Dies ist ein Grund, warum viele Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern immer wieder gerne hierher zurückkehren. Ein herzliches Willkommen ist Ihnen gewiss! Mirtos hat ein wunderbares Klima. Die Küstenlage am libyschen Meer und der Schutz des Dikti-Gebirges ermöglichen ein Mikroklima, das einem subtropischen Land ähnelt. In den milden Wintermonaten bekommen die Pflanzen und Bäume den lebensnotwendigen Regen und dazwischen gibt es viele sonnige Tage. Die Sommermonate sind sonnig, heiß und trocken.
 
Geschichte
Die ersten Anzeichen für eine organisierte Gemeinde an diesem Ort stammen aus der minoischen Zeit. Hinweise dafür fanden sich in den Ausgrabungen der English Archaeological School of Athens in Zusammenarbeit mit der University of Cambridge zwischen 1967 und 1970. Dabei wurden zwei Siedlungen entdeckt, eine frühminoische in der Gegend von Fournou Korifi und eine spätminoische in Pyrgos. Weitere Informationen zu diesen Siedlungen finden Sie im nächsten Kapitel.

Römische Periode
Es gibt keine Hinweise darauf, ob Mirtos in der Zeit zwischen der frühen minoischen Besiedlung und der römischen Besatzung bewohnt war. In der römischen Zeit wurde an der Stelle des heutigen Mirtos jedenfalls wieder eine Siedlung gegründet. Sie entwickelte sich schnell und wurde zu einem Ort für die Adligen der Gegend und für reiche Römer. Noch heute sind die Überreste dieser Zivilisation auf der Westseite des Dorfes zu sehen (siehe Wanderung 2). Die zahlreichen
römischen Münzen, Töpfe und Statuen, die man in der Gegend gefunden hat, sind ein Hinweis auf den Reichtum dieser Epoche.
 
Venetianse periode
Während der byzantinischen Zeit sind bis 824 keine größeren Ereignisse bekannt. Dann wurde Kreta von den Sarazenen erobert, der Ort Mirtos geplündert und restlos zerstört. 961 wurde Kreta vom byzantinischen Kaiser Nikiforos Fokas wieder befreit. Die früheren Bewohner kehrten zurück und bauten Mirtos neu auf. 1204 kam Kreta unter venezianische Herrschaft; um 1212 wurde das Dorf erneut geplündert. Später erbauten die Venezianer eine Stadtmauer mit Aussichtstürmen und entwickelten Handel und Landwirtschaft, insbesondere durch den Anbau von Olivenbäumen. Die Bevölkerung von Mirtos litt in dieser Zeit sehr unter Sklaverei und Strafzöllen. Um 1580 zogen die wenigen Bewohner vom Strand in die höhere Lage von Agios Vasilios (Sankt Basilius), da diese mehr Schutz vor den häufigen Piratenüberfällen bot. In der Volkszählung von 1583 hatte Mirtos nur 28 Einwohner. Erst 1580 erlaubte die venezianische Regierung den Kretern
den Bau von Kirchen und Klöstern. Um diese Zeit wurde die Kirche Agios Vasilios im Südosten des Dorfes zum ersten Mal erbaut. Sie wurde später entweder durch die Türken oder durch das große Erdbeben von 1780 zerstört. Die heute noch erhaltene Agios Vasilios-Kirche entstand um 1818.

Türkische Periode
Um 1647 besetzten die osmanischen Türken die Gegend von Mirtos. Sie zerstörten das Dorf vollständig und töteten alle Menschen, die sie fanden. Während der gesamten türkischen Herrschaft blieb die Region Mirtos unbewohnt; die wenigen Überlebenden zogen in benachbarte Dörfer. Erst um 1880 kehrten lokale Siedler hierher zurück, die ersten waren Kaufleute. Langsam begann der Handel in Mirtos wieder, neue Lager und Häuser wurden gebaut. Später zogen Menschenaus der Siedlung Agios Vasilios und den umliegenden Dörfern wie Gdochia zu und das Dorf entwickelte sich zu einem Handelszentrum. Alle einheimischen Produkte (Öl, Johannisbrotschoten, Kohle usw.) wurden in den westlich in der Bucht liegenden Hafen Karavostási gebracht und nach Ierapetra verschifft. Von dort aus wurde die Ware zu inländischen und ausländischen Bestimmungsorten weiter transportiert. Neben dem Handel war die Landwirtschaft in Mirtos die Haupteinnahmequelle, Hauptprodukte waren Öl, Johannisbrotschoten und Getreide, 1917 wurden die ersten Weinreben gepflanzt. Bis 1896 lebten elf Familien in Mirtos. In der Volkszählung von 1920 hatte Mirtos eine Bevölkerung von 237 Personen, 1940 waren es bereits 397.
 
Während des Zweiten Weltkriegs
Nach der Besetzung Kretas 1941 richtete die deutsche Armee an der Südküste aus strategischen Gründen Sperrzonen ein. Dagegen leisteten die Partisanen großen Widerstand. Viele der Kämpfer, aber auch viele Zivilisten kamen dabei ums Leben. Nach der Schlacht von Simi am 15. September 1943 beschloss die Wehrmacht, das Dorf niederzubrennen und setzten für die Evakuierung eine Frist von zwei Stunden. 18 Jungen und Männer weigerten sich zu gehen und wurden hingerichtet. Die Häuser wurden verbrannt. Dieser große Verlust von Mirtos spiegelt sich in einer schlichten Säule am Dorfrand wider (siehe auch Dorfrundgang). Darauf sind die Namen der 18 Gefallenen eingraviert, die jedes Jahr am 15. September mit einem Gottesdienst und einer Kranzniederlegung geehrt werden.

Der Name Mirtos
Wahrscheinlich hat Mirtos seinen Namen von der Pflanze Myrtus communis oder Myrthia (Myrte) erhalten, die in der Gegend wächst. Eine andere Theorie besagt, dass der Name von Myrtine oder Myrto abstammt, einer Frau aus einer aristokratischen Familie, die einst hier lebte.

Beginn des Tourismus
Nach dem Krieg zögerten die Menschen zunächst, ins Dorf zurückzukehren. Mit Hilfe und einem gewissen Druck der Regierung begannen sie nach und nach, ihre Häuser wieder aufzubauen. Bis in die späten 60er Jahre war es ein armes und einfaches Leben. Mit der Umsetzung der von Paul Kuypers vorgeschlagenen Gewächshäuser profitierte auch Mirtos vom Wachstum und es kam zu mehr Wohlstand. Der Tourismus begann in den 70er Jahren, die ersten waren Hippies. Ab den 80er Jahren besuchten dann immer mehr Touristen die Südküste. In dieser Zeit wurde beschlossen, einen Boulevard alsSchutz vor dem Meer zu bauen. Mehr und mehr Gebäude wurde entlang der Promenade errichtet. Der Boulevard am Strand von Mirtos mit Tavernen und Cafés ist heute eine gemütliche Attraktion.

Mirtos heute
Was macht das heutige Mirtos zu einem besonderen Dorf? Der Hauptgrund ist, dass es "ganzjährig” bewohnt wird und sich im Winter nicht in ein Geisterdorf verwandelt. Die Menschen leben und arbeiten hier, die Kinder gehen zur Schule und die älteren Menschen sitzen vor ihren Häusern, um mit den Dorfbewohnern in Kontakt zu bleiben. Mirtos ist wie eine große Familie, in der sich die Menschen umeinander kümmern und ihre Traditionen und Gebräuche pflegen. Es ist ein gastfreundliches Dorf mit vielen Unterkünften, von sehr einfach bis sehr luxuriös. Im Dorfzentrum und an der Promenade wurden zahlreiche Restaurants und Cafés mit attraktiven Terrassen errichtet, mit Aussicht auf das Meer oder die belebten Straßen von Mirtos. Keine Hektik, aber echter Alltag! In Mirtos gibt es viele interessante Geschäfte, in denen Sie handgefertigten Schmuck, Kunsthandwerk, orientalische Kräuter und Gewürze finden, aber auch handbemalte T-Shirts, schöne Handtaschen, made in Greece und vieles mehr! Es gibt einen Metzger, zwei Supermärkte, eine Bäckerei, einen Friseur, einen Geldautomaten und eine Apotheke. Natürlich ist Mirtos der perfekte Ort, um am Strand zu liegen und es sich gut gehen zu lassen, die Zeit zu vergessen und sich zu entspannen. Im Laufe der Jahre wurde es auch zu einem Ort, an dem verschiedene Aktivitäten wie Wandern, Radfahren und Tauchen angeboten werden.
 
Alles in allem ist Mirtos ein kleines Juwel im Süden Kretas, das einen Besuch absolut lohnt! "Mirtos macht ΚΕΦΙ” ("Mirtos macht Spaß!”)




Wo übernachten?

In Mirtos finden Sie mehrere gute Unterkünfte! Es gibt einfache Zimmer, aber auch mehr Luxushäuser und Hotels. Eine Übersicht über verschiedene Unterkünfte finden Sie unter www.mirtoscrete.gr. Eine sehr gute Unterkunft für Wanderer ist Villa Mertiza.
 
Villa Mertiza on Crete
In ruhiger Lage am Dorfrand liegt unsere Villa Mertiza. Die attraktiven, komfortabel eingerichteten Apartments und Studios liegen um einen schönen Garten mit sonnigen und schattigen Bereichen. Zum kleinen Zentrum von Mirtos, zum Boulevard und zum Strand sind es nur wenige Gehminuten. Alles ist schön und nah.

Von der Villa Mertiza aus können Sie die wunderschöne Umgebung zu Fuß oder mit einem Mietwagen erkunden. Die persönliche, familiäre Atmosphäre und der Service unseres niederländisch / kretischen Teams bedeuten, dass unsere Gäste gerne wiederkommen, um bei uns zu bleiben. Website: www.mertiza.com

 
Slideshow Entdecke Mirtos... zu Fuss